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| Internet-Gütesiegel verbessern einheitlichen Qualitätsstandard
Berlin, 1. September 2005 - Nachdem sich Bundesministerin Künast im August der Forderung der Initiative D21 e.V. zur Schaffung einheitlicher und objektiv vergleichbarer Kriterien für Internet-Gütesiegel angeschlossen hatte, wollen die führenden Gütesiegelanbieter ihren einheitlichen Qualitätsstandard weiter verbessern. Eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 e.V. hatte ergeben, dass für 76 % der Verbraucher im Internet Gütesiegel wichtig oder sehr wichtig sind, und dass 98% der Verbraucher die unabhängige Kontrolle der Gütesiegelanbieter durch eine neutrale Stelle befürworten. Die Zahl der neutral überwachten Internet-Gütesiegel hatte sich in den letzten Jahren stark verringert. Die Anbieter Trusted Shops, S@fer Shopping, Eurohandelsinstitut „Geprüfter Online-Shop“ (EHI) und internet privacy standards (ips) haben sich nun verständigt, die seit fünf Jahren geltenden D21 Qualitätskriterien für Gütesiegelanbieter weiter zu vereinheitlichen und schrittweise anzuheben. Zudem soll noch deutlicher gemacht werden, was die einzelnen Siegel über den gemeinsamen Qualitätsstandard hinaus bieten. So legen einige Anbieter bei ihren Siegeln großen Wert auf die Überprüfung der Datensicherheit vor Ort, andere kontrollieren, ob Internet-Händler Liefertermine oder Umtauschrechte einhalten und sichern diese Kunderechte durch finanzielle Garantien ab. Für ein einheitliches Siegel sei die Zeit aber noch nicht reif. Die Bedeutung einer neutralen Überwachung nimmt zu. „Es ist einfach, einen Kriterienkatalog aufzustellen und ein Logo im Internet zu präsentieren. Der Mehrwert eines Gütesiegels gegenüber den Verbraucherschutzgesetzen besteht weniger in geschriebenen Kriterien als in der Qualität der Prüfung und Unterstützung der Verbraucher in Problemfällen.“, so D21-Experte Roland Appel. Die empfohlenen Gütesiegelanbieter werden durch ein „Monitoring Board“ neutral überwacht, dem neben D21-Experten auch Vertreter des Bundesdatenschutzbeauftragten (BfD) und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv) angehören. Hierdurch werde die Spreu vom Weizen getrennt und den Verbrauchern eine verlässliche Orientierungshilfe gegeben. Quelle: Initiative D21 | ||||||||||||||||