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- Christoph Kolumbus -
Deutsche Dialer-Mafia sitzt in Österreich

Deutsche Dialer-Mafia sitzt in Österreich


Fast 1000 Internet-Domains mit Dialern wurden auf einem einzigen Server in Österreich entdeckt. Das teilten am Freitag die Spezialisten für Internet-Filtertechnologien "filtertechnics.de" mit. Technik-Chef Andreas Born (29): "Nicht wir haben dieses Dialer-Nest gefunden, sondern die 140.000 Nutzer unseres kostenlosen Programms "Googlefilter". Jeder Nutzer unseres Programms kann eine gefundene Seite mit Dialern oder sonstigem schädlichen Inhalt per Mausklick unserem Zentralrechner melden. Dieser wertet alle eingehenden Meldungen aus."

Auf diese Weise konnten allein 1000 gemeldete Dialer-Domains einer einzigen IP-Adresse in Österreich zugeordnet werden. Projektleiter Marc Wäsche (36): "Grundsätzlich sind Dialer zwar nicht verboten. Die meisten Angebote sind unserer Meinung nach aber sittenwidrig. Dass der Download eines Kochrezepts für Blaubeerkuchen 30 Euro kostet hat nur einen Grund: Noch höher darf ein Dialer gemäß dem Mehrwertdienste-Gesetz nicht tarifiert werden. Der Anbieter setzt darauf, dass der Besucher die Preisangabe übersieht." In die Kostenfalle können auch DSL-Nutzer tappen, wenn der Computer über eine Fax-Karte verfügt.

Die Benutzer des kostenlosen Programms "Googlefilter" profitieren von dessen Einsatz, weil schädliche Seiten bei einer Google-Recherche entsprechend markiert werden. Somit bleibt einem Benutzer des Programms ein Aufruf einer Seite mit schädlichem Inhalt erspart. Das zugrunde liegende Prinzip ist eine User Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit. Jeder kann, keiner muss sich aktiv daran beteiligen, auffällige Seiten zu melden. Damit es nicht zu einem Missbrauch kommt, werden gemeldete Seiten vom Zentralrechner mit verschiedenen Methoden überprüft. Erst bei einer Positivbeurteilung werden sie per automatischem Update den installierten Googlefiltern bekannt gemacht.

Die Anzahl der Nutzer des Googlefilter-Programms wächst stetig. "Wir mussten bereits mehrfach unsere Technologie an die schnell zunehmende Datenflut anpassen.", so Born, "Doch nun steht wieder ausreichend Kapazität zur Verfügung." Die Einbindung verbesserter Filtermethoden erfordert jedoch eine Neuorganisation der Datenbank in den nächsten Tagen. Marc Wäsche: "Damit ist es möglich, eine weitere sehr nützliche Funktion in die nächste Googlefilter-Generation zu integrieren."

Das Programm setzt den Internet Explorer als Browser voraus. An einer Firefox-Unterstützung wird derzeit gearbeitet. Der Googlefilter kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.filtertechnics.de

Quelle: Pressemitteilung

http://www.googlefilter.de/

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